Was verschlimmert Stottern?

Was verschlimmert Stottern?

Stottern ist definitiv eine Herausforderung, aber es ist nicht allein das Stottern selbst, das das Leben schwer macht. Häufig sind es äußere Umstände und innere Reaktionen, die das Stottern verschlimmern:

  • Stress: Unter Druck zu stehen oder den Anspruch zu haben, perfekt sprechen zu müssen, verstärkt das Stottern oft.
  • Angst: Die Angst davor, zu stottern, löst oft erst recht das Stottern aus – ein echter Teufelskreis.
  • Negative Gedanken: Wenn du denkst, dass andere dich wegen deines Stotterns bewerten, steigert das den inneren Druck enorm.

Doch das eigentliche Problem liegt oft gar nicht so sehr im Stottern selbst. Die psychischen Folgen können weitaus schwerwiegender sein und das Leben stärker beeinträchtigen:

  • Angst vor dem Sprechen: Viele Betroffene vermeiden Gespräche oder öffentliche Auftritte aus Furcht, ins Stottern zu geraten.
  • Minderwertigkeitsgefühle: Das Gefühl, weniger wert zu sein, nur weil das Sprechen nicht immer flüssig klappt, nagt stark am Selbstwert.
  • Sozialer Rückzug: Man zieht sich zurück, vermeidet soziale Kontakte und fühlt sich oft isoliert.

Warum viele Therapien versagen

Das Problem bei vielen Stottertherapien ist, dass sie sich fast ausschließlich auf die Sprechflüssigkeit konzentrieren. Sie zielen darauf ab, das Stottern zu „beheben“, vernachlässigen jedoch die emotionalen und psychischen Belastungen, die damit einhergehen. Ohne mentale und emotionale Unterstützung bleibt das Stottern oft im Kopf hängen, selbst wenn die Sprache verbessert wird.

Was verstärkt das Stottern?

  1. Druck und Erwartung: Der ständige Druck, perfekt sprechen zu müssen, verschärft das Problem.
  2. Angst vor dem Stottern: Die Angst, wieder zu stottern, löst oft noch stärkeres Stottern aus.
  3. Negative Selbstwahrnehmung: Sich als „weniger wert“ zu empfinden, bringt eine schwere emotionale Last mit sich, die das Stottern verstärken kann.

Der ganzheitliche Ansatz: Mehr als nur flüssiges Sprechen

Viele Therapien scheitern, weil sie nur auf das flüssige Sprechen abzielen und die psychischen Komponenten vernachlässigen. Eine erfolgreiche Stottertherapie sollte jedoch mehr umfassen:

  • Mentale Unterstützung, um Ängste und Unsicherheiten zu überwinden.
  • Selbstvertrauen stärken, damit man sich auch mit Stottern frei ausdrücken kann.
  • Ganzheitliche Techniken wie Achtsamkeit und Selbstakzeptanz, um das Stottern langfristig zu verringern.

Das Ziel sollte nicht nur darin bestehen, das Stottern zu minimieren, sondern auch die emotionalen Hürden zu überwinden und sich wieder frei und selbstbewusst zu fühlen – unabhängig davon, ob das Stottern komplett verschwindet oder nicht.

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